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christian ertel                                                             kunstwerke

visual artist

Kunstherbst III

Veröffentlicht am 05.10.2016

Der jahreszeitliche Herbst hat von Berlin Besitz ergriffen, das über die Stadt gelegte "Ausstellungsmuster" des Kunstherbst ist vorbei. Wem bleibt was? Für mich als Künstler und Gestalter ist es eine Art Ritual sich an diesem Ort und zu dieser Zeit mit Kunst auseinander zu setzen. Eindrücke wurden gesammelt, verarbeitet und irgendetwas bleibt. Meistens jedenfalls. Der kleine Blog hier bietet die Möglichkeit sich zumindest stichpunktartig darüber auszulassen und anzustossen.

Der Besuch der abc hat ein wenig irritiert, wenn nicht sogar gelangweilt (mit wenigen Ausnahmen). Ein bisher noch nicht wahrgenommenes Stilmittel scheint manchmal auszureichen, um in ein Galerieprogramm aufgenommen zu werden. Als Einer von so vielen Besuchern kann ich selten erwarten, daß ich ein Lächeln oder ein anderes Zeichen empfange, um mich mit dem Dargestellten auseinanderzusetzen und ein Gespräch zu ernten. Anders in der "Struktion". Gleich nebenan war eine Ausstellung, die selbst bei weniger Überraschendem für mich eine etwas höhere Verweildauer garantierte und der Empfang von Ausstellenden einfacher und ansprechender war. Danke hierfür.

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Kunstherbst II

Veröffentlicht am 15.09.2016

Wer sich einen Überraschungsmoment gönnen möchte, vorausgesetzt sie/er ist nicht über die zu erwartenden Inhalte in Kenntnis gesetzt, sollte in die große Eingangshalle der Berlinischen Galerie gehen. Dieser wird vom frisch gekürten GASAG Kunstpreis Träger 2016 bespielt. Allein das Raumerlebnis beim Eintreten, die darauf folgenden Denkmuster im eigenen Innern, sind es wert. Das Spektrum künstlerischer Arbeiten im Zusammenhang mit Wissenschaft ist groß, sehr spannend und durchaus diskussionswürdig bezüglich des Kunstbegriffs in der heutigen Zeit. Eine Anregung dazu bietet diese Ausstellung.

Besucher des Projektraums "footnotes" benötigen Zeit. Die Auseinandersetzung mit den vielfältigen Exponaten, die sich mit Kunst und Bildung und Politik innerhalb des “kooperativen Experimentierens” dort beschäftigen, bewegen und sind absolut aktuell.

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Kunstherbst I

Veröffentlicht am 14.09.2016

Alles Neu macht der Mai" heißt es in einem Lied, und was macht der Kunstherbst? Macht er etwas Neues oder bleibt er wie er nie war? Jedenfalls dürfte das Wetter durchaus mit dem im Mai mithalten. Der Titel "Art Week" ist auch sehr schön-steht aber viel zu sehr im Kontext zum "Gallery Weekend" und umfasst nicht alles. Die Kommunalen Galerien Berlin zeigen ebenfalls eine interessante Vielfalt an Kunst. Ich lasse mich überraschen.

Mein erster Besuch und Eindruck: Die Bilder von Sven Drühl im Haus am Waldsee. Eine faszinierende Art der Bilderstellung. Silikon aus dem Baumarkt, glänzende Farbflächen und Landschaftsmotive, die fast jeder kennt oder als typisch aufnimmt. Eine klasse Idee. Manchmal sehr simpel, was nicht unbedingt einfach ist, aber manchmal doch ein bißchen. Trotzdem, es spricht mich im Innern sehr an. Danke. Aber Sven, wer soll sich diese Bilder aufhängen ausser ein Museum oder war das Absicht? Es grüßen die Gedanken aus den Neontiefen.

neontiefen - gedankenkonstrukt einer virtuellen stadt - oder einfach nur freiheit im geistneontiefen - gedankenkonstrukt einer virtuellen stadt - oder einfach nur freiheit im geist

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Bricks

Veröffentlicht am 24.05.2016

Eine Wand ist eine Wand ist eine Wand. Bricks, Ziegelsteine, bilden eine Wand, stehen sinnbildlich für eine ursprüngliche Wand. Sie sind der Veränderung ausgesetzt: Verwitterung durch das Wetter, Zersetzung in sich selbst, Benutzung von Aussen. Ziegel ist ein erdiges Material. Und eine Ziegelwand ist ein Ort der urbanen Umgebung - städtisches Wachstumsmaterial.

Dieser Veränderungsraum bietet eine Fläche zur Kommunikation, für Zettel, für Graffiti oder Streetart. Verbleichende Mitteilungen oder Werbung. Alles wird zum Sediment städtisch bemessener Zeit. Unsere Umgebung. Als Kunstfläche oder als Fläche an sich, szenisch betrachtet. Viele "Bricks" ergeben ein Bild, eine Art Fläche aus Puzzleteilen, die nicht bildlich zusammen gehören und der Zeit unterworfen sind.

Für mich ein spannendes Projekt, ein Experiment. Von Steinformat zu Steinformat treiben lassen.

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Ein Eingang ist oft auch ein Ausgang!

Veröffentlicht am 07.04.2016

Der Unterschied besteht in der Sichtweise, die aus bestimmten Positionen eindimensional und ohne gedachten, möglichen Richtungswechsel erscheint. Der Radius des menschlichen Körpers und Geistes ist gross genug. Die Verzögerung unterliegt manchmal einer kaum nachvollziehbaren Trägheit. Im Malprozess ist das nicht anders. Es ist ein Lernprozess dies zu umgehen, sich in die Tiefe fallen zu lassen, um die Wechselseitigkeit zu erkennen. Ein Eingang ist meistens auch ein Ausgang.

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Schwarz und Weiss II

Veröffentlicht am 18.02.2016

Schwarz und Weiss bilden den stärksten Hell-Dunkel-Kontrast und schaffen Plastizität. Das haben sich sich schon Menschen wie Goya, Laslo Moholy Nagy oder gerade auch Strassenkunst-Künstler zu Herzen genommen.

Die beiden Unbunten sind im ständigen Spiel, egal wo und wie sie auftreten: Gut und Böse, Licht und Schatten, leicht und schwer, usw.

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Begleittext zur aktuellen Ausstellung - 2016

Veröffentlicht am 29.01.2016
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SINN VOLL LOS GELÖST

Veröffentlicht am 29.01.2016

SINN LOS VOLL GELÖST

LOS GELÖST  SINN VOLL

VOLL LOS  SINN GELÖST

SINNHAFT  AUS  LÖSUNG

VOLL  LOS  SINNIERT

SINNVERWANDT   ABER    LOSGEEIST

LOSGELÖST    UND    SINNGLEICH

SINNESWANDEL   NACH   LOSLASSEN

LOSVERFAHREN  UND  SINNERFASSEN

SINNBILD   VERSUS  LOSERFAHREN

SINNSUCHEND  IM  FARBLOS

FARBVOLL IM SINN

GELÖST VOM SINN

VOLL SINNSTIFTEND UND LOSLASSEN

LOSARBEITEN  DABEI  SINN FINDEND

LOS  LOS  LOS

MACHT  SINN

 

Schwarz und Weiss I

Veröffentlicht am 18.01.2016

Schwarz, Weiß und bisschen bunt? Schwarz und Weiß sind unbunt, ein bisschen Bunt ist Farbe. Malerisch betrachtet sind Schwarz und Weiß Farben. Bei Schwarz fehlt das Licht, Weiß vereinigt alle Farben im Licht. Zusammen schaffen sie Plastizität.

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Stadtsichtung.

Veröffentlicht am 19.07.2015

Wenn wir durch eine Stadt laufen, ändern sich ständig die Perspektiven. Damit meine ich nicht speziell die gewollten Sichtachsen oder Bezüge von Stadtplanern. Diese sich ständig verändernde Gebilde, veränderte Farben und Räume, Dinge und Inhalte, die subjektiv erst beim sekundären Betrachten erscheinen, ergeben immer wieder neue Szenerien. Manche nehme ich mehr, Andere weniger auf. Viele Menschen nehmen dies unbewußt mit. Als visueller Mensch kann ich mich oft nicht davon befreien. Aber das ist spannend und erzeugt Ergebnisse.

Bei diesen Betrachtungen bin ich auf  Phänomene gestossen, die sich natürlich erklären lassen oder auch nicht. Sie ergeben sich aus dem Umgang mit der Umgebung. Nicht über alles muss nachgedacht werden, aber soetwas sichtbar zu machen, erhebt es scheinbar in seiner Bedeutung.

(siehe "http://www.neontiefen.de/zeichnung/Diaquarelle/")

(Christian Ertel, Künstler)

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